„Ich mag mich irren“ im Alstertal-Einkaufszentrum bei Thalia

Auf dem Foto sehe ich jetzt etwas clocharig aus (ich glaube es liegt am linken Kragen, der nicht richtig sitzt), aber das hatte ich nun mal an, als ich das Buch ausfindig gemacht hatte.

Ui, ich bin stolz wie Bolle, auch wenn aus den letzten Monaten und Jahren das Gefühl nachhängt, Mitmenschen würden reflexartig jederzeit entscheiden, mit mir nicht auf einem Planeten zur selben Zeit leben zu wollen, obwohl sie gar nicht wissen, was das bedeutet. Zeitgenosse.

„Hallo Zeitgenosse!“ – „Hallo!“ – „Hast Dich inzwischen zu viel geirrt und dabei genervt, Zeitgenosse!“ – „Oh, und nu?“

Nun ja, ich habe auch gleich Fotos gemacht. Auf den Scherz „Beweisfotos“, der jedem anderen bloggenden Autor leicht aus den Fingern in die Tastatur kommen würde, verzichte ich lieber.

Dem Mitkunden, der mich fotografiert hat, ging dies leicht von der Hand und er hatte Talent.

Dann dachte ich, „wann hat man als Kunde in einer Buchhandlung schon mal die Chance, ein Buch von einem Autor selbst empfohlen zu bekommen, der das erste mal sein Buch im Verkauf sehen will?“ und habe eine Kundin angesprochen. Es war voll das nette Gespräch, sie berichtete von Erfahrungen in der Familie mit Psychosen und Medikamenten und Unglücklichsein. Da kam gleich eine Mitarbeiterin.

„Alles in Ordnung?“

Ich nahm Abstand, darauf zu reagieren. Eine andere Mitarbeiterin hatte mich total freundlich zu meinem Buch geführt, im Dezember wurde auch eines verkauft, das andere stand im Regal. Aber gleich geriet die Situation in den Verdacht, dass ich die Kundin belästigte, das erste Mal mein Buch in einer Buchhandlung sehend, nach dem Fotografen eine zweite Person darauf aufmerksam machend. Ich wollte auch gar nicht solange Kunden ansprechen, bis es einer kauft. Eine Kundin wollte ich ansprechen und die hatte gerade noch neben mir gestanden und gesehen, wie mich ein anderer Kunde mit meinem Buch fotografiert hat.

„Ja, alles gut.“

erwiderte meine Gesprächspartnerin. Unheimlich. Ich muss mich korrigieren: zweimal hat sich die Ladenhüterin erkundigt ob alles in Ordnung ist, als dürfte man sich da noch nicht mal in eine Ecke setzen und eines der Bücher lesen, so in etwa kommt einem so etwas vor. Ach, scheiß der Hund was drauf, wie meine Mutter gesagt hätte.

Sie kündigte an, das Buch zu lesen.

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