Das ist so schön. Und ein hartes Jahr.

Die Veröffentlichung meines Buchs hat die Weltgeschichte ziemlich ganz ohne mich machen müssen, weil ich so viel gemacht habe was ganz ganz schrecklich war, oft auch ganz viel Freude gebracht hat und – manchen konnte ich einfach Geld geben, dann konnte ich da schlafen im Hotel oder was Essen und Flugzeug fliegen – oft auch für andere ganz ganz schwierig gewesen sein muss. Ich war da zwar ganz auf dem Planeten, was ich auch oft betont habe in einer unfassbaren Zeit seit April 2017 und hergeleitet habe davon, zum Beispiel, dass Schwerkraft bestimmt am Besten auf ganz kugelrunden Himmelskörpern funktioniert und ich noch nie jemanden getroffen habe, während ich Schwerkraft unterlag, der das selbst nicht tat. Doch auf diesem Planeten war vieles anders für mich, als für andere.

Aber das Buch ist richtig gut gelungen. „Ich mag mich irren“ von mir, Felix Longolius, erschienen bei Lübbe mit der ISBN 3785726058. Als ich es die ersten Male fertig angeguckt habe, habe ich noch Textstellen durchgestrichen und Seiten rausgerissen wenn ich mir ein neues Exemplar von den Büchern aufschlug, die mir der Verlag zugeschickt hat. Aber jetzt, ich hatte echt Stress mit der Welt, jetzt ist der Stress ein paar Wochen her und ich liebe auch die Stellen, die mir während ich mal wieder Verbrechen und Depressionen im Weltfernsehsender bekämpft habe nach dem Lektorat nicht mehr ich zu sein schienen und bin überdankbar für die Arbeit, die Charlotte Krüger mein Schreiben tatkräftig begleitend und Christof Blome als Lektor in meine Autobiografie gesteckt haben. Ich war seit April in einer sehr besonderen Situation. Ich habe in tausenden von meiner Fantasie durchtränkten Situation alles gegeben, ich habe sehr gut auf mich aufgepasst, dadurch aber auch riskant gelebt. Dennoch, es bleibt dabei – für den Rest meines Lebens -, dass ich in der Luft Gedanken wahrnehme, spüre ich Adjektiv einfuegen Hass auf mich, aber manchmal auch tolle Liebe.

In meiner offenbaren Unansprechbarkeit sind im Internet kaum Spuren der Bucherscheinung entstanden. Von dem, das ich finde, möchte ich einen Leser feiern, der richtig tolle Worte für „Ich mag mich irren“ und damit über mein Leben gefunden hat. Der Kommentar auf Amazon hat die Überschrift „Ein wahnsinnig erstaunliches Leben“ und lautet:

Welch spannende Geschichte! Wie Felix Longolius die Stimmen beschreibt, die in seinem Kopf herumspukten, wie sie sein Leben veränderten, ist einfach grandios. Der Autor reflektiert mit feiner Ironie seine Erfahrungen in der Psychiatrie, die Reaktionen der Familie und von Bekannten, den Weg zurück in soetwas wie Alltag und mit welchen Tricks er die Stimmen in seinem Kopf zum Schweigen bringt. Das Buch ist humorvoll und berührend gleichermaßen und es sind, vielleicht wegen seiner Krankheit?, ganz besondere sprachliche Bilder, die er findet, um sich sich und seiner Umwelt anzunähern und begreifbar zu machen.

Hier finden Sie die Seite des Verlags für mein erstes Buch „Ich mag mich irren“. Man sei mir bitte gnädig – ich habe nach jahrelanger Arbeit daran, mich nach den von mir erkannten Idealen des Guten verhalten zu können, die vergangenen Monate sehr gekämpft und gelitten. Bei vielem ist es für mich wie im Traum, dass schreckliche Dinge nur in meiner Fantasie nicht verhindert werden konnten, wie mir seit kurzen Wochen klar ist.

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