Ein Bauarbeiter malt die Straßenmarkierungen bis in den Himmel

Ist das die Relativitätstheorie?

Wenn ich in meinem Zimmer hochspringe, drücke ich mich wirklich vom Boden weg? Oder schiebe ich den Planeten weg und die Decke wird durch die Mauern in meine Richtung gezogen? Verschiebe ich nicht genauso das Universum um mich herum, wie ich mich scheinbar vom Boden wegdrücke?

Wenn jetzt Maria neben mir in die Luft springt. Am höchsten Punkt meines Sprungs, der eigentlich ein Verschieben des Universums um mich herum ist. Also in dem Moment, in dem die Gravitation des Planeten wieder über meinen Sprung gewinnt. Dann verschiebt Maria das Universum um sich herum und den Planeten von sich weg, doch mein Sprung dauert nicht länger, als wenn sie nicht gesprungen wäre (höchstens einen seeeeeehr kleinen Moment länger, weil sie die Erde ja wirklich ein bisschen wegdrü- … vernachlässigen wir das). Dass sie das Universum um sich herum verschoben hat, hat keinen Einfluss auf meine Position im Universum. Wenn wir beide gleichzeitig hochspringen, weiß ich gleichzeitig, dass wir beide im Zentrum des Universums und doch nicht am selben Ort sind. Vielleicht die psychologische Relativitätstheorie?

Jetzt stehen wir Rücken an Rücken an der Straße. Sie geht los. Es gibt drei Möglichkeiten, dass wir uns wiedertreffen. Ich folge ihr und bin schneller, sie dreht sich um und geht zurück, oder sie geht einmal um den Planeten. Oder wir treffen uns nie wieder. Das Gleiche auf einer Laufbahn im Leichtathletikstadion, nur ohne die Faszination der planetaren Existenz.

Oder wenn ich diese drei Gedanken woanders wiederfinden will: Entweder ich suche sie, das Universum bringt sie zu mir, oder ich schreibe sie in meinen Blog. Oder sie verpuffen bis in alle Ewigkeit. Sind sie aber nicht, weil sie ja gerade in einem anderen Zentrum des Universums gelesen wurden, oder?

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